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Resonanzen
Tanja Wessendorf, Kölner Stadtanzeiger am 16. Dezember 2010 über
die Ausstellung "Kunst in Dosen" an dr Grundchule Zugeweg in Köln.
Ist das Kunst oder kann das
weg?" Mit diesem Satz beschreibt der Kölner Künstler Klaus
Heuser augenzwinkernd die Objekte, die er mit den Kindern der Klasse 2a
der katholischen Grundschule Zugweg hergestellt hat. Es sind kleine
Welten in leeren Konservendosen, die der Künstler und die
Schüler gemeinsam gestaltet haben. Zum
vollständigen Artikel.
Susanne
Kreitz, Kölner Stadtanzeiger am 30. April 2009 über
die Ausstellung "heuserkunst" im Museum für verwandte
Kunst in Köln.
"Der will doch nur spielen", ist der erste Gedanke,
steigt man
die ausgetretene Holztreppe hinab ins Museum für verwandte
Kunst.
Es wimmelt von Lego-Steinen, Playmobil-Figuren, Papierschirmchen vom
Eismann, Häuschen von der Modelleisenbahn - und einem
ausgefallenen Sortiment knatsch-bunter Schuhe. Zum
vollständigen Artikel.
Bernadette
Scheuer, Kölnische Rundschau (Ausgabe Euskirchen-Eifelland) am
25.
November 2008 über die Ausstellung
„Bettgeschichten“
im Eifelmuseum Blankenheim (Auszug):
„Sei
es das Spiel mit Farbe, das gleichsam wie eine Impression
erlebter Träume auf der Leinwand erscheint, seien es
Installationen, die Traumbilder abbilden oder auch mit
Sprichwörtern zu Schlaf und Traum spielen. So etwa die
Installation »Träume sind Schäume oder:
Schneewittchen
allein zu Haus« des Kölner Künstlers Klaus
Heuser. In Einmachgläsern,
die mit Bauschaum verschlossen sind und wie
eingefroren wirken, hat er kleine Playmobil-Betten arrangiert. Doch nur
in einem liegt eine weibliche Figur. Die sieben Zwerge, völlig
rot
bemalte Playmobil-Männchen, hängen an der Decke.
»Das
ist erst wenigen Besuchern aufgefallen«, sagt
Heuser.“
Anne
Ganteführer-Trier, Kunsthistorikerin, Eröffnungsrede
zur
Ausstellung „Ver-rückte Welten“ am 19.
September 2008
in der Kunststation (Kapelle) der Rheinischen Klinik
Mönchengladbach (Auszug):
„Schon
der von Klaus Heuser gewählte Titel der
Ausstellung
»Ver-rückte Welten« verrät, dass
die
Sphären, in denen wir uns räumlich, visuell und
zeitlich
bewegen, komplex sind – bis hin zu den sprachlichen
Findigkeiten
der Bildtitel, die verwirrend und erläuternd zugleich sein
können, und nicht zu vergessen, mit der für Klaus
Heuser
bekannten Ironie verknüpft sind.
»Ver-rückte
Welten« können die sein, die sich unseren
Gewohnheiten
entledigt haben und so zu neuen Sinnstiftungen führen.
Räumliches Ver-rücken, etwas an den ungewohnten Orten
aufzustellen, verstellen und in neuen Perspektiven erscheinen zu
lassen,
sind andere Denkmodelle, die sich hier eröffnen lassen.
Verunsichert werden wir als Betrachter allemal.
Der Weg,
den Klaus Heuser bei der Erstellung seiner Objekte
beschreitet, ist nicht immer bis ins Detail geplant, vielmehr ist es
auch ein von Witz, Ironie und Intellekt geprägter Prozess,
dessen
Zeugnisse wir heute betrachten können.“
Zur
vollständigen Rede.
Inge
Schnettler, Rheinische Post am 4. Oktober 2008 über die
Ausstellung „Ver-rückte Welten“ in der
Kunststation
(Kapelle) der Rheinischen Kliniken Mönchengladbach (Auszug):
„Wundern Sie sich nicht, wenn Sie
in dieser Ausstellung
Menschen
treffen, die nach Kräften und mehr oder weniger elegant
bemüht sind, sich auf den Kopf zu stellen. Das sieht lustig
aus,
macht aber auf die Dauer auch schwindlig. Aber der Künstler
Klaus
Heuser provoziert dieses merkwürdige Verhalten geradezu. In
seiner
Ausstellung »Ver-rückte Welten« zeigt es
etliche
Arbeiten, die auf Schwarz-Weiß-Fotos aufgebaut sind.
Aufnahmen,
die er im alten Trakt der Klinik gemacht hat – etwa im
Treppenhaus. Von oben hat er in die Tiefe geblickt, das Foto dann
szenisch belebt. Irgend etwas irritiert, soll es auch. Die Arbeit
heißt »Zeit
ist Geld«. Kleine fleißige
Plastik-Handwerker sind emsig mit Gott weiß was
beschäftigt,
eine Maschine aus Legosteinen steht völlig still,
könnte aber
möglicherweise jeden Moment losrattern, und – da
tickt die
Uhr. Das Foto zieht mächtig in die Tiefe, aber irgendwie mag
das
Auge nicht so recht glauben, was es sieht. Führen die Stufen
nach
oben oder nach untern? Drehen sie das Bild – meinetwegen im
Geiste – auf den Kopf, dann ist die Welt wieder in Ordnung.
Oder
auch nicht?“
Eva-Maria
Hermanns, Künstlerin und Kuratorin, Eröffnungsrede
zur
Ausstellung „Das Kind im Manne oder: als die Legosteine
erwachsen
wurden“ am 26. August 2007 im Eifelmuseum Blankenheim
(Auszug):
„Aus Legosteinen, Spielzeug aus
Kindertagen mit der ihr
eigenen
Geschichte, gesammelt, erbettelt von erwachsen gewordenen Kindern und
aus Fotografie und Holz, dem »Handwerk« des
Künstlers,
beginnt ein von Witz, Ironie und Intellekt geprägter
Prozess...
Sie zaubern uns die Kindheit wieder her, für einen Augenblick,
ans
Spiel wird erinnert, wo die Zeit ausgedehnt und der Tag unbegrenzt war,
wo die kleinen Dinge daran erinnern, wie groß, wie
abenteuerlich
die Welt einst war und – wie gefährdet. Mit der
Vielschichtigkeit ironischer und optischer Assoziationen, in der es
nicht Eindeutiges gibt, dem gewandten Springen zwischen ganz
verschiedenen Wirklichkeiten und Zeiten, entsteht eine Idee vom Ordnen
und Neuordnen der Welt, werden Sensibilität und Sinnlichkeit
erweckt, um am Ende in ein vergnügliches Schmunzeln
überzugehen.“
Bernadette
Scheuer, Kölner Stadt-Anzeiger (Ausgabe Euskirchen-Eifelland)
am
28. August 2007 zur Ausstellung „Das Kind im Manne oder: als
die
Legosteine erwachsen wurden“ im Eifelmuseum Blankenheim
(Auszug):
„Heuser liebt es, die
Doppeldeutigkeit in den Dingen zu
betonen,
altes in einen neuen Zusammenhang zu bringen, es zu karikieren. (...)
Mal ist es nur ein Foto, wie das eines kleinen Plastik-LKW am Strand,
das ihn zur Arbeit inspiriert. Die Legosteine scheinen aus dem Lkw
heraus zu ragen und eine Verbindung mit der
»Station«
einzugehen, einem Gebilde aus Legosteinen, Rädern und
Schläuchen. Dabei wechselt die Perspektive: Während
der
Betrachter direkt auf die Station blickt, schaut er gleichzeitig aus
der Vogelperspektive auf den Lkw. »Der Betrachter hat den
Eindruck, dass da doch etwas nicht stimmt und so setzt er sich selbst
mit dem Bild auseinander«, zeigt Heuser ein Beispiel
für
diese Verwirrspiele.“
Gudrun
Klinkhammer, Kölnische Rundschau (Ausgabe Eifelland) am 6.
November 2006 über die Ausstellung „punkt, punkt,
komma,
strich .... das bin ich“ im Eifelmuseum Blankenheim, 2006
(Auszug):
„Der Besucher hat das
Gefühl, viele neue Menschen
kennenzulernen und alte Bekannte wieder zu treffen. »Den
hab´ ich doch schon mal gesehen«, schießt
es einem
durch den Kopf, sieht man die Blechdosen von Klaus Heuser: Bereits bei
der Ausstellung rund um den Gartenzwerg hatte der Kölner
Künstler prägnante Werke beigesteuert.
Anne
Ganteführer-Trier, Kunsthistorikerin, Eröffnungsrede
zur
Ausstellung „à capella“ in der
Kunststation
(Kapelle) der Rheinischen Klinik, Mönchengladbach 2004
(Auszug):
"Wenn Klaus Heuser Ȉ
capella« Objekte,
Bilder und
Installationen zeigt, so ist die vermeintliche Eindeutigkeit des
Titelzusatzes genauso trügerisch wie das verbale Element
seines
Werkes, die Titel, wie auch die Zusammenstellung seiner Bild- und
Objektebenen. (...) Das Arrangement seiner Arbeiten in einem Raum
spielt dabei eine nicht unerhebliche Roll und ich muss gestehen, dass
ich mich von der Vielschichtigkeit der räumlichen Setzungen
manchmal überrumpelt fühle. Im positiven Sinne
»überrumpelt«!“
Inge
Schnettler, Rheinische Post am 21. Oktober 2004 über die
Ausstellung „à capella“ in der
Kunststation
(Kapelle) der Rheinischen Klinik, Mönchengladbach 2004
(Auszug):
"Was ist das Besondere an diesen Arbeiten von
Klaus Heuser? Sie
erzählen Geschichten. Ja, aber mit offenem Ende. Oder mit
mehreren
Enden. Da macht das Hingucken Spaß, ist aber auch
gleichzeitig
ganz schön irritierend. Vielleicht ist es ja das, was der
Kölner Künstler mit seinen Bildern und Installationen
bezweckt. Aber er wird einen Teufel tun, uns das zu
verraten.“
Anne
Ganteführer-Trier, Kunsthistorikerin, Eröffnungsrede
zur
Ausstellung „Was haben Sie sich dabei gedacht, Herr
Heuser?“ am 9 Januar 2004 in der Galerie Bossert,
„holbein
10“, Köln (Auszug):
„»Die Welt aus der
Konserve oder konservative
Kunst«
von 2003 ist eine Zusammenstellung von Konservendosen
unterschiedlichster Innengestaltung, die über eine
strukturelle
Komposition auf der Wand zunächst Wertigkeiten, Gewichte,
Tonalitäten – Noten gleich –,
Inhaltsschwere oder
-leichtigkeit vermittelt. Jeder „Klang auf der
Wand“
vermittelt uns eine andere Wirklichkeit. Einem Panoptikum gleich
müssen wir uns den Erlebniswelten nähern und jede
für
sich geht über das
»in-der-Dose-gefangen-sein« weit
hinaus. Das Innenleben der Dosen fokussiert vielmehr auf Erlebniswelten
oder Mikrokosmen, die eine Nähe des Betrachters verlangen,
eine
Konzentration auf das kleine »runde« Geschehen, das
uns
kurzzeitig das übliche »Drumherum«
gegessen lassen
muss, sonst könnten wir es nicht erfahren. (...) Die Dosen
visualisieren im Werk von Klaus Heuser am deutlichsten die Illusion von
Raum und Tiefe: Spiegelungen und dadurch assoziierte Raumtiefen sowie
integrierte Fundstücke ermöglichen immer wieder
verbal
erfassbare Erlebniswelten.“
Zur
vollständigen Rede.
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